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Was mir persoenlich zum vollkommenen Glueck in Hongkong fehlt?
Nein, nicht etwa meine ehemalige Berliner Akademie-Kollegin Angela… Nein, ganz profan: Bockwurst und Thueringer Rostbratwurst!
Meine chinesischen Studenten, die ich alle mal nach Deutschland geschickt habe, schwaermen inzwischen auch von „Blatwulst“.
„Aber dafuer muessen Tiere sterben!“
Nicht mehr unbedingt! Meine niederlaendischen Kollegen produzieren naemlich Fleisch im Reagenzglas…Man nennt das auch „in vitro“.
Dr. Mark Post an der Uni Maastricht experimentiert mit Zellen aus Schweinen. mehr…
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Veröffentlicht in ND vom 25.06.2011
Ich bin ein friedlicher Mensch. Dachte ich zumindest. Aber ich liebe auch schnelle und klare Entscheidungen. Hongkong ist genau der richtige Platz für mich. Hier werden E-Mails beantwortet, bevor man sie gelesen hat. Deutsche Langsamkeit macht mich kribbelig …
Ich habe also kurz entschlossen zugestimmt, als die schweizerische Gentest-Firma Igenea mir anbot, mein »MAOA-Gen« zu testen. Die Genvariante MAOA-L bewirkt eine erhöhte Risikobereitschaft, lässt sie aber auch ihre Erfolgschancen in kritischen Situationen besser einschätzen. MAOA ist das Enzym Monoamino-Oxidase Variante A. Das Enzym baut Neurotransmitter im Körper ab, das sind Stoffe, die Nervenimpulse übertragen (z. B. Dopamin).
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Veröffentlicht in ND vom 20.11.2010
In meiner Hongkonger Apotheke schiebt mir Herr Wong, der nette chinesische Besitzer, augenzwinkernd ein Tütchen zu: »Open at home, try!« (»Zu Hause aufmachen, probieren!«) Was war’s? Chinesisches Viagra! Als Biochemiker hat mich das schon lange interessiert – eines der erfolgreichsten Medikamente der Geschichte. Hier eine Kurzfassung: Die Viagra-Saga begann 1985, als Simon Campbell und David Roberts bei der englischen Firma Pfizer nach Herz- und Bluthochdruck-Medikamenten suchten. Sie interessierten sich für Substanzen, die spezielle Enzyme hemmen, sogenannte Phosphodiesterasen (PDEs). Die sind bei der Blutdruckregulation wichtig. Einer der 1600 getesteten Wirkstoffe – Sildenafilcitrat – hemmte nicht alle PDEs, sondern vor allem die Form PDE-5. Pfizer startete 1991 klinische Studien mit Angina-pectoris-Patienten, denen der Wirkstoff allerdings nicht gut half. mehr…
Veröffentlicht in ND vom 28.08.2010
Botox war zuallererst ein obskures Gift aus Bakterien, die Lebensmittel verderben. Die US-Firma Allergan machte es zum Anti-Falten-Blockbuster. Nun will die Firma den Erfolg wiederholen – mit einem Mittel, das längere und buschigere Wimpern verspricht. Wohlgemerkt gewachsen, nicht mit Wimperntusche verstärkt!
Das moderne Wundermittel heißt Latisse und ist das Ergebnis einer Arzneimittel-Nebenwirkung bei der Glaukom-Behandlung. Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Man verliert dabei Nervenfasern. Als Folge entstehen charakteristische Gesichtsfeld-Ausfälle und im Extremfall eine Erblindung. Wichtigster Risikofaktor ist ein zu hoher Innendruck im Auge. Rund 500 000 Deutsche leiden an einem erhöhten Augeninnendruck. Zehn Prozent davon droht eine Erblindung. Insgesamt sind in Deutschland etwa eine Million Menschen vom Glaukom betroffen. Eine erschreckende Zahl. mehr…
Im vergangenen Jahr gab es heftigen Wirbel um eine Karikatur in der »New York Post«. Sie zeigte einen erschossenen Schimpansen, und den Schützen, der kommentiert: »Sie werden wohl jemand anderen finden müssen, der das nächste Konjunkturprogramm schreibt.« Die Zielrichtung ist klar: Präsident Obama. Doch offenbart die Karikatur nicht nur den Rassismus seines Schöpfers, sondern auch ein gehöriges Maß an Dummheit. Denn biologisch sind Affen uns – selbst dem Karikaturisten – weit ähnlicher, als fundamentalistischen Christen lieb sein dürfte. mehr…
Die Aufregung über steigende oder sinkende rote, grüne, gelbe, schwarze und violette Farbbalken vor ein paar Wochen war auch bis zu den deutschen Wählern in Hongkong vorgedrungen. Aber ob jeder die Farben auf dem Monitor auch richtig wahrnahm? Immerhin sind neun bis zehn Prozent aller Männer rot-grün-farben- blind …
Für das Sehen sind spezielle Pigmente notwendig, die man Opsine nennt. Der Mensch hat ein Gen für das rotempfindliche und drei für das grünempfindliche Seh-Pigment. Sie liegen alle nahe beieinander auf dem 23. Chromosom. mehr…
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